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E iner der geheimnisvollsten Plätze im Pfälzerwald. Dieser Fels befindet sich auf dem 480 m hohen Weilerkopf über Leistadt und wird im Volksmund Gebetsfelsen genannt. Um diesen Platz ranken sich zahlreiche Legenden, eine davon besagt, daß hier im frühen Mittelalter ein Einsiedler gelebt haben soll, welcher jeden Tag auf den Felsen stieg um zu beten. Dies kann jedoch nur eine zaghafte, unzulängliche Erklärung zu dieser, wie ich meine außergewöhnlichen Anlage sein. Am auffallendsten dieses 7 m langen, 4m breiten und nur 1,40m hohen Monolithen aus Sandsteinkonglomerat sind die, wohl in römischer Zeit, herausgeschroteten 12 Treppenstufen. Ganz in der Nähe befindet sich ein römischer Steinbruch an der Stelle, wo in keltischer Zeit ein Donartempel gestanden haben soll. Kommen wir jedoch wieder zurück zu den zwölf Stufen. Bei nüchterner Betrachtung muss man davon ausgehen, daß diese wohl kaum zum Besteigen des Felsens gedient haben können, ich nehme deshalb an, dass die Stufen einen kultischen Zweck hatten. Hierbei scheint die Zahl Zwölf eine entscheidende Rolle zu spielen, da die einzelnen Stufen in der Höhe so angepasst sind, daß sich die Zahl Zwölf ergiebt. Diese Annahme wird auch dadurch untermauert, daß die zwölfte Stufe lediglich stilisiert, kaum sichtbar aus dem Fels herausgekratzt wurde. Auf dem Bild lediglich als schwacher Strich zu erkennen. Somit stand vielleicht jede Stufe für eine Ebene, auf welcher besondere kultischen Handlungen oder Rituale vollzogen wurden. Die Zahl 12 hat in vielen Kulturen eine große Bedeutung, so hat das Jahr zwölf Mondzyklen, der Tag ist in zwei mal zwölf Stunden unterteilt. Hat man die zwölfte Stufe erreicht und kniet sich hin, befindet sich nun vor einem eine kleine, flach ausgeschabte Vertiefung. Diese Mulde wäre geeignet ein wenig Flüssigkeit aufzunehmen. Ähnlich einem Weihwasserbecken in einer christlichen Kirche. Die Eintiefung ist jedoch recht unscheinbar, lediglich 10 cm im Durchmesser und etwa 1 -2 cm tief. links der Mulde sind einige Wetzrillen zu sehen. Diese Rillen sind eindeutig durch Menschen entstanden und kein Produkt von Errosion oder sonstigen Umwelteinflüssen. Die Nutzungsdauer und Bedeutung dieses Felsens wird wohl weiterhin im Dunkel der Geschichte bleiben.
- Wetzrillen
- Deutungsversuch
- Teufelskrallen
- Taennchel 1
- Taennchel 2
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