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T eufelskrallen
K ann ein Phänomen nicht wissenschaftlich oder logisch erklärt werden, bringt es der Mensch schnell mit übernatürlichen Kräften in Verbindung. Die Kirche verwandelt die nicht erklärbaren Wetzrillen in böse Spuren von Teufelskrallen um die Gläubigen von ihrem " Aberglauben " abzubringen. M an muss, bei der Frage nach der Bedutung der "Wetzrillen" und "Näpfchen" sehr vorsichtig sein, da das Phänomen bislang von der Wissenschaft weitgehend unbeleuchtet ist. Die Wetzungen könnten unterschiedliche Ursachen haben. Man ist sich jedoch mittlerweile einig, dass es sich dabei ausnahmslos um von Menschen geschaffene Zeugnisse handelt. M anchmal finden sich mit den langgezogenen Wetzspuren auch kleinere Einbohrungen oder Mulden die man Näpfchen oder Schalen nennt. Auch hierbei handelt es sich um einen alten heidnischen Kult, Steinzauberglaube, der in Vergessenheit geriet, weil er vielleicht so alltäglich war, daß darüber nicht berichtet wurde, oder der Brauch wurde bewußt verschwiegen, weil er von der Kirche verteufelt und verfolgt wurde. So tritt seit dem "Konzil von Arles" im Jahre 425 n. Chr. die Gemeinschaft von " Stein, Baum und Quelle ", in allen Verboten hervor. Gleichsam untersagt das "Konzil von Tours" aus dem Jahre 567 besonders die Verehrung von Steinen und Felsen. In gleicher Weise wird später im Konzil von Rouen verboten, Gelöbnisse an Heidensteinen, den " Lapides paganorum" , zu tun. Dieses Brauchtum verlagerte sich mit Beginn der Christianisierung, hin zu sakralen Gebäuden, es entstanden Wetzrillen an Kirchmauern und Portalen. E s wurden für das Wetzen, das tausendfach Spuren hinterließ, bislang keinerlei erklärende Schriften gefunden. Ich werde mich bei den Deutungsversuchen nur auf jene beziehen, welche einen eindeutig religiös - symbolischen Hintergrund haben. Ausgenommen sind hiervon,Wetzungen, welche durch das Schleifen steinzeitlicher Werkzeuge entstanden sind. Diese finden sich sehr häufig vor geschützten Abris oder in Höhlen.
- Wetzrillen
- Deutungsversuch
- Teufelskrallen
- Taennchel 1
- Taennchel 2
- Porte de Pierre
- Eremitage
- Teufelsstein
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